Das hier ist ein Gastbeitrag von Maiki, meiner bzw. Lenis Schwester 🙂

Hätte ich selbst dieses Buch in einer Buchhandlung gesehen, hätte ich wahrscheinlich nicht einmal den Klappentext durchgelesen. Doch meine Großmutter hatte sich anscheinend gedacht, es würde mich ansprechen. Ich habe es daher von ihr geschenkt bekommen, doch auch als ich mich dem Klappentext gewidmet habe, war ich nicht all zu begeistert. Tanz der Tiefseequalle stand darum zunächst eine Ewigkeit lang in meinem Bücherregal herum, und das so lange, dass ich gar nicht mehr wirklich wusste, dass es existiert. Irgendwann, Monate später, habe ich aber doch noch einmal überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, diesem Buch letztendlich noch eine Chance zu geben.

Klappentext:

Manchmal ist es diese eine Sekunde, die alles entscheidet: Niko, der ziemlich dick ist und sich oft in Parallelwelten träumt, rettet die schöne Sera vor einer Grapschattacke. Sera fordert Niko daraufhin auf der Klassenfahrt zum Tanzen auf, was verrückt ist und so aufregend anders, wie alles, was in den nächsten Tagen passiert. Vielleicht ist es der Beginn einer Freundschaft von zweien, die gegensätzlicher nicht sein könnten, aber im entscheidenden Moment mutig über ihre Schatten springen.


Meine Meinung:

Gestaltung:

Ich persönlich bin nicht so begeistert von dem Cover, da es auf mich irgendwie ein bisschen langweilig wirkt.
Mir gefällt einfach diese “Zeichenart” nicht so sehr und es kommt mir ein bisschen so vor, als wollte man alles einfach nur schnell hinzeichnen und das so schnell wie möglich hinter sich bringen. Außerdem sprechen mich die Farben Rot und Blau in Kombination nicht wirklich an. Auf der Hinterseite des Buches wird das Bild vom Cover abgeschnitten, was mir auch nicht so gefällt.

Handlung:

Bei diesem Buch gab es weder Cliffhänger, noch Stellen, die so spannend waren, dass man nicht aufhören konnte zu lesen. Mir hat einfach etwas gefehlt. Trotzdem muss ich sagen, dass es ein paar unvorhersehbare Wendungen gab. Manche Dinge kamen einfach so unerwartet und genau solche Szenen, finde ich, sollten in jedem Roman enthalten sein. Mal gab es witzige, mal ernste und mal nervige oder unerwartete Szenen. Einfach alles war dabei, was mir sehr gefallen hat. Darum hat mich die Handlung im Endeffekt doch sehr begeistert.

Charaktere:

Mit manchen Charakteren konnte ich mich total anfreunden, mit manchen hab ich mich unglaublich schlecht verstanden. Manche Charaktere wurden zu wenig in den Mittelpunkt gerückt. Wen man hätte mehr vorkommen lassen sollen, sind zum Beispiel Lenni oder die Freundin von Sera. Manchen Charakteren wurde aber meiner Meinung nach auch ein bisschen zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie es zum Beispiel bei Marko der Fall war. Trotzdem finde ich die Charaktere und deren Handlungen, Entscheidungen und Meinungen total gut beschrieben, sodass man viele Sachen gut nachvollziehen kann.

Schreibstil:

Ich persönlich finde, dass Stefanie Höfler es echt gut hinbekommen hat, diesen Buch so zu schreiben, dass man sich alles vorstellen kann. Die Charaktere, deren Gedankengänge, deren Aussehen. Einfach Alles. Sie hat vor allem die beiden Protagonisten Sera und Nico unglaublich gut beschrieben, sodass ich immer ein Bild von ihnen vor Augen hatte, als ich Tanz der Tiefseequalle gelesen habe. Außerdem begeistern mich Bücher in der Ich-Perspektive schon, doch dieses war abwechselnd aus Seras und Nicos Perspektive geschrieben, sodass es mir total leicht fiel, mich in beide hineinzuversetzen. Außerdem war ich zum Beispiel in Szenen, in denen Nico gemobbt wurde, total empört und fühlte mich so, als sei ich selber Nico. Genau der Punkt, dass ich mich so gut in die Charaktere hineinversetzten konnte, ist mir immer total wichtig.

Mein Fazit:

Trotz mancher Kritikpunkte bin ich sehr begeistert von diesem Buch. Am meisten hat mir vor allem der Schreibstil gefallen, da ich mich, wie gesagt, dadurch sehr gut in die Charaktere hineinversetzten konnte. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen, da es mir echt super gut gefallen hat. Es ist auch etwas total anderes und wurde im Übrigen mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, was dieser Roman meiner Meinung nach total verdient hat.


Allgemeine Informationen:

Titel: Tanz der Tiefseequalle

Autorin: Stefanie Höfler

Seitenzahl: 192

ISBN: 978-3-407-74889-8

Verlag: Julius Beltz GmbH & Co. KG

Altersempfehlung: ab 12 Jahre


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